TWINT ist in der Schweiz Alltag — auch für Vereine. Dieser Guide erklärt, wie du TWINT für Mitgliederbeiträge und Anlässe einsetzt, was an Gebühren realistisch ist und wie du mit Membear und zahls.ch Rechnungen versendest, ohne Excel-Chaos vor der GV.
Private TWINT-QR-Codes zum Teilen unter Freunden lösen das Vereinsproblem nicht: Du brauchst Zuordnung zur Mitgliedschaft, offene und bezahlte Beiträge auf einen Blick und einen Ablauf, den Kassierinnen und Kassier sowie das Sekretariat gemeinsam nutzen. TWINT für Vereine heisst deshalb: Zahlungen im Kontext von Mitgliederbeiträgen, Jahresrechnungen und Anlässen — nicht nur ein QR-Code ohne Mitgliederverwaltung.
Der wichtigste Fall sind Jahresbeiträge: Du versendest Rechnungen, Mitglieder zahlen per TWINT im Mitgliederportal oder über den Zahlungslink — und der Status aktualisiert sich, ohne dass du Bankauszüge zeilenweise abgleichst. Der zweite Fall sind Anlässe: Vereinsfest, Workshop, Lager oder Turniergebühr. Statt Bargeld und Zetteln kassierst du digital; ideal, wenn Anmeldung und Zahlung zusammengehören. Spenden oder Standverkäufe vor Ort können mit spezialisierten TWINT-Lösungen laufen — für den Beitragslauf zählt vor allem die Verbindung zu Mitglied und Rechnung.
TWINT ist für Mitglieder bequem — für den Verein nie ganz gratis. Spezialisierte TWINT-Angebote für Vereine (oft über Partner wie RaiseNow) liegen öffentlich typischerweise bei etwa 1,3 % bis 2,5 % pro Transaktion, je nach Produkt und ob Personendaten mitkommen. In Membear laufen Online-Zahlungen (TWINT und Karte) über zahls.ch: Dort gelten die aktuellen Transaktionspreise von zahls.ch — im Einsteiger-Tarif öffentlich oft rund 2,9 % plus CHF 0.30 pro Zahlung, ohne dass Membear selbst ein Abo für die Kernversion verlangt. Preise können sich ändern; prüfe die aktuelle Preisliste von zahls.ch. Praktisch: Bei hohen Jahresbeiträgen lohnt die Kombination mit QR-Rechnung und Banküberweisung, damit Mitglieder ohne TWINT-App günstig und korrekt zahlen können.
Viele Vorstände denken in Entweder-oder. Besser ist beides: TWINT für Mitglieder, die online und sofort zahlen wollen — und QR-Rechnung für Postversand, Mitglieder ohne E-Mail oder wer lieber per Bank überweist. So reduzierst du Rückfragen an die Kassierin oder den Kassier und bleibst schweizerisch compliant. In Membear gehört die QR-Rechnung zum Rechnungsfluss; Online-Zahlung ergänzt sie, ersetzt sie nicht zwingend.
Kurz gesagt: einmal zahls.ch einrichten, danach Rechnungen versenden. In den Vereinseinstellungen verbindest du zahls.ch (Zugangsdaten und Webhook), danach erstellst du Jahres- oder Einzelrechnungen und sendest sie per E-Mail — oder als PDF mit QR-Rechnung. Mitglieder bezahlen mit TWINT oder Karte; bezahlte Beiträge siehst du ohne manuelles Nachfassen. Die Software bleibt in der Kernversion kostenlos; Zahlungsgebühren fallen pro Transaktion beim Zahlungsdienst an. Wenn du den nächsten Beitragslauf vorbereitest, starte kostenlos, richte zahls.ch ein und teste mit wenigen Rechnungen, bevor der grosse Sammellauf kommt.
Kurz und ehrlich für Kassierinnen und Kassier sowie den Vorstand.
Kostenlos starten, zahls.ch verbinden und den nächsten Beitragslauf ohne Excel-Chaos vorbereiten.